Amor et Cupido als Insta schriftzug amor in der Mitte

Modedesigner

Modedesigner

Die Arbeit des Modedesigners

Einblicke in den Job des Modedesigners

Einblicke in den Job des Modedesigners

Modedesign-der Modedesigner erstellt zuerst eine Übersicht mit Trendfarben und Herbsttrends
modedesign-kollektion-modedesigner-stoff
Farbtrends, frabmoodboard für Modedesigner
Modedesign Skizzen mit Cashmere Pullovern
Modedesign Cashmere Wolle zum Stricken
Modedesign Cashmere Pullover, Modedesigner bei der Arbeit

Inspirationen eines Modedesigners

Hier möchte ich euch einen Einblick in die Entwicklung einer Kollektion und die Arbeit des Modedesigners geben.

Für den Modedesigner beginnt die Arbeit an der neuen Saison-Kollektion immer mit gründlichem Research.

Dieser besteht aus unterschiedlichen Fragmenten.
Ein wichtiger Faktor sind die verschiedenen Fachmessen. Als Modedesigner für Strick ist die informativste Garnmesse sicher die Pitti Filati in Florenz oder die Garn Show in Shanghai (als Europäer ist diese Messe natürlich eher aufwendig zu erreichen). Garn Hersteller aus aller Welt stellen die neusten Garne und Farbtrends dem Fachpublikum und den Modedesignern vor. Ich kann versichern: um diese Messen spannend zu finden, benötigt man eine große Leidenschaft für Garne und Strick.

Für den Modedesigner im Bereich Konfektion (Webware) gibt es die entsprechenden Stoffmessen, u.a. Premiere Vision in Paris und der Munich Fashion Fair.

Eine gute Inspirationsquelle sind auch die Fachmessen der Fashion Week in Berlin. Als Modeesigner ist der Zugang zu den Kollektionspräsentationen der Konkurrenz nicht so einfach und wird auch nicht unbedingt gerne gesehen. Es ist aber unerlässlich sich ein Bild vom Angebot seiner Mitbewerber zu machen.

Eine der Inspirationsquellen schlechthin ist das Reisen und der Storecheck in verschiedenen nationalen und internationalen Großstätten. Abhängig vom Budget lässt sich eine Vielzahl interessanter Ziele finden, meistens reicht der Zeitrahmen gerade mal für ein bis zwei Reisen. Meine persönliche Vorliebe ist London, auf engstem Raum sieht man dort fast jede einflussreiche Marke umfangreich präsentiert.

Es ist ein offenes Geheimnis dieser Branche, dass unglaublich viel Ideen geklaut/kopiert werden. Ich möchte nicht als Nestbeschmutzer gelten, aber selbst die Top-Modedesigner inspirieren sich an anderen Labels und übernehmen Elemente aus fremden Kollektionen.

Nicht selten wird das eine oder andere Original-Muster zum Kopieren oder als Ideenvorlage gekauft.

Weitere Inspirationsquellen sind natürlich Zeitschriften, Modebloggs und andere Publikationen.

Farbkonzept

Nach der Inspiration filtert der Modedesigner die Trends. Hierfür werden Moodboards mit den aktuellen Themen und Farbkonzepten erstellt.

Farbtrends sind jede Saison ein sehr wichtiges Mittel, um dem Endverbraucher eine modische Botschaft zu vermitteln. Ihr Einsatz und ihre Auswahl unterliegen einem sorgfältigen Überlegungsprozess. Feine Nuancen eines Tones können entscheidend für den kommerziellen Erfolg eines Modells sein.

Mir ist es beim Modedesign jedoch auch immer besonders wichtig, für das Produkt Cashmere die richte Farbabstufung auszusuchen. Ein Modedesigner sollte harmonische Farbtöne wählen, die dem Träger schmeicheln und vielen Frauen gut stehen. Manche Farbtrends sind für den kommerziellen Markt einfach ungeeignet.

Modedesign

Für den Modedesigner spielen Farbe, Material, technisches Knowhow, Passform, Zielgruppe und Preisgefüge eine fundamentale Rolle bei der Arbeit und sind die Basis jeden Entwurfs.

Ein professioneller Strick-Modedesigner lässt vom Stricker meistens vorab einen Abschlag aus dem ausgewählten Garn in der gewünschten Stärke und Struktur erstellen, um zu begutachten, ob die Optik und die Spannung den Vorstellungen entspricht. Eine Skizze beinhaltet dann – neben der optischen Darstellung des Designs – Angaben zu den Maßen, dem Garn und den gewünschten Techniken.

Sobald die Skizzen mittels Zeichnen oder Designprogramm fertiggestellt sind, werden sie entweder in die Schnittabteilung und ins Musteratelier oder direkt zum jeweiligen Produzenten weitergeleitet. Anhand der Skizzen fertigen die Lieferanten einen ersten Prototyp.

Produktion

Für den Modedesigner von Cashmere Strick spielt die Qualität und die Herkunft des Garnes sowie der Produktionsbetrieb des edlen Materials eine besonders wichtige Rolle.

Cashmerestrick wird hauptsächlich in den allgemein bekannten Textil- Produktionsländern gefertigt: Italien und Hongkong/China. Größere Produktionsstätten gibt es natürlich auch in Vietnam, Kambodscha und in Mauritius, diese spielen aber eher bei anderen Produktgruppen wie T.-Shirt eine Rolle. Ein besonderer Aspekt der Cashmere Produktion ist der Härtegrad des Wassers. Das verstrickte Material wird nämlich nach der Produktion gewaschen. Um den typischen, soften, flauschigen Griff zu garantieren, muss das Wasser sehr weich sein.

Der Strickproduzent fertigt anhand der Skizzen des Modedesigners entweder einen Strickabschlag oder bereits einen ersten Prototyp im Musteratelier. Ein Techniker setzt dabei die  Skizzen des Modedesigners für die entsprechende Stickmaschine um.

Fitting/ Anproben

Der Modedesigner überprüft die Passform der Modelle anhand der Prototypen.

Die Erstmuster werden zur Begutachtungen und zum Fitting entweder ins Unternehmen geschickt oder der Modedesigner/ Produktmanager reist in die Produktionsstätten zum Bearbeiten und Kontrollieren der Muster vorort.

Dabei ist es mir als Modedesignerin besonders wichtig, über die Arbeitsbedingungen und die Herkunft der eingesetzten Materialien genauestens Bescheid zu wissen, um meine Produkte mit gutem Gewissen vertreten zu können.

Kollektionskonzeption

Innerhalb dieses Arbeitsschrittes wird die Kollektion mit den verschiedenen, ins Produkt involvierten Instanzen (Modedesigner, Produktmanagement, Vertrieb, Key Account) auf das Wesentliche gekürzt. Dabei wird die Kollektion nochmals überdacht, Themen, Farben, Formen und Details werden wiederholt in Frage gestellt, und die Muster auf Basis des Kollektionskonzepts zum verkaufsfertigem Modell überarbeitet.

Zur Enttäuschung jedes Modedesigners fallen diesem Prozess viele kreative, trendige Ideen zum Opfer: “zu unkommerziell, zu teuer, zu gewagt….“  etc. – da können schon mal die Tränen fließen. Zähne zusammen beißen und Frust runterschlucken ist dann die Devise: das Wichtigste ist leider vor allem der Verkaufserfolg unterm Strich.

Nach weiteren 4-6 Wochen sind die Verkaufsmuster dann im Unternehmen und Durchleben ein erneutes Auswahlverfahren: Sind die Ideen wirklich noch aktuell? Sind die Muster entsprechend umgesetzt worden? Passen sie in das Preisgefüge? Passen sie in die Kollektion…?

Präsentation

Am Ende steht die Kollektion dann zum Verkauf bereit, selbst dann erreichen selten alle Modelle produktionsreife Verkaufsmengen. Mindestproduktionsmengen liegen fast jedem Produkt zugrunde und sind oftmals die letzte Hürde, an der dann ausgerechnet das Lieblingsteil des Designers scheitert – so ist das dann!

Und was macht der Designer in dieser Zeit: Verhandelt Preise, veranlasst letzte Änderungen, stellt die Kollektion den Repräsentanten vor, reist auf Verkaufsmessen, ist beim Verkauf anwesend… und, und, und. Im Anschluss an den Verkauf erfolgt die Produktion.

Meist überschlagen sich die Termine schon mit dem Beginn der kommenden Kollektion und die Messen für die nächste Saison haben bereits begonnen.

Mit der nächsten Saison beginnt der Ablauf von Neuem!