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Kaschmirwolle

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Kaschmir Wolle Konen zum Stricken von cashmer
eine grasedne Herde von Kaschmir Ziegen in zur Gewinnung von Kaschmirwolleden Bergen der Mongolei

Kaschmirwolle – Ursprung und Geschichte

Die Kaschmirwolle stammt von den gleichnamigen Kaschmirziegen, die zur Familie der Hausziegen gehören. Die Kaschmirziegen stammen ursprünglich aus der Region von Kaschmir (daher der Name). Dort wurden Kaschmirziegen von den Nomadenvölkern der unwirklichen Bergregionen des Mittelasiatischen Hochlands gehalten. 

Kaschmirziegen sind sehr robuste Tiere, die in hohen Berglagen in kalter Witterung leben.

Die Ziegen benötigen für ihre Aufzucht extreme Witterungsbedingungen und kalte, frostige Winter. Sie gedeihen nur in Höhenlagen ab 4000 Metern.

Als Schutz gegen die eisigen Winter hat die Kaschmirziege ein extrem feines Unterhaar entwickelt, das sie im Winter gegen Kälte und Wind und im Sommer vor Hitze und Staub schützt.

In ihrer Heimat wird Kaschmirwolle handwerklich seit ungefähr 1000 v. Chr. zu hochwertigen Textilien verarbeitet.

Heutzutage findet man die größten Ziegenherden in den sogenannten „Grasslands“ der Mongolei. Dort ist die Zucht der Kaschmirziegen und die Produktion ihrer heißbegehrten Kaschmirwolle – auch das „weiße Gold“ genannt – inzwischen zu einem der bedeutendsten Wirtschaftszweigen geworden. Die nomadischen Strukturen aus Familien oder Clans, die mit ihren Herden durch die offene Steppe zogen, sind sesshaften Großbetrieben gewichen, die streng über die Produktions- und Preisstrukturen wachen.

 

Kaschmirwolle: Produktion und Verarbeitung

Die Kaschmirwolle wird traditionell durch das Auskämmen der Unterhaare von Hand gewonnen. Heutzutage wird die Kaschmirwolle oftmals aber auch geschoren.

Dafür ist die Übergangssaison von Winter zum Frühjahr, bevor das Sommerfell wächst, der ideale Zeitpunkt.

Danach wird das Rohmaterial von der heiß begehrten Kaschmirwolle durch Kämmen und Waschen von Schmutz und Fett gereinigt und nach Farben sortiert.

Kaschmirziegen liefern je nach Herkunft und Rasse Wolle in verschiedenen Farbschattierungen von Grau, Braun, Schwarz, bis Weiß. Besonders begehrt ist die weiße Kaschmirwolle, da sie sich am besten in modische Töne färben lässt.

Im nächsten Schritt wird die Rohware nach Farbe, Beschaffenheit und Länge vorsortiert.

Der wichtigste Teil der Verarbeitung von Kaschmirwolle ist das Entgrannen, d.h. die Selektion der Fasern hinsichtlich ihrer Qualität und Länge.

Dabei wird das gröbere, längere Deckhaar von dem feinen Unterhaar getrennt. Heutzutage erfolgt dieser Prozess maschinell. Das Deckhaar der Ziege wird nicht für die Kaschmirwollerzeugung verwendet.

Die wesentlichen Faktoren für die Qualitätsmerkmale sind Länge und Feinheit der einzelnen Fasern. Je länger und feiner die Haare, umso hochwertiger wird das später gesponnene Garn und damit auch das Endprodukt. Umso besser fallen dann auch die Kaschmir-Pillingwerte aus.

Als Kaschmirwolle darf nur Rohware, die einen Durchmesser von bis zu maximal 19 Mikron hat, bezeichnet werden.

Mikron ist die Maßeinheit, in der die Feinheit von Fasern gemessen wird, 1.000 Mikron entsprechen einem Millimeter. Nur so können die einzigartige Weichheit und die Trageeigenschaften dieses hochpreisigen Garnes garantiert werden. Der spätere Verkaufspreis von Kaschmirwolle richtet sich nach den oben genannten Kriterien.

Der Gewinn an Kaschmirwolle pro Kaschmirziege fällt sehr gering aus.

Pro Ziege können ca. 150-200 Gramm Wolle mit dem Gütesiegel Kaschmir gewonnen werden. Für einen Pullover braucht man die Kaschmirwolle von ca. 2-3 Ziegen. Bevor das Rohmaterial jedoch zu dem Luxusprodukt Kaschmirwolle verarbeitet werden kann, muss es zu Garn versponnen und gefärbt werden. Die Preise von Kaschmirwolle zählen zu den Höchsten auf dem Wollmarkt. Allein das Rohmaterial kostet rund 200 Euro pro Kilo.

Aufgrund des hohen Preises und der begrenzten Verfügbarkeit von Kaschmirfasern wird das Material häufig mit anderen Naturfasern vermischt angeboten, besonders ähnliche Eigenschaften weisen dabei Garnmischungen mit Merinowolle auf. Aber selbst als 5 % ige Beimischungen zu Baumwolle, Viskose oder sonstigen Mischgarnen findet sich Kaschmir im Handel und sorgt auch dort bei einer nur geringen Anteiligkeit für ein weiches Tragegefühl.

Produkte, die mit Kaschmir bezeichnet werden, müssen mindestens zu 85 Prozent aus dem Unterhaar der Kaschmirziege bestehen.

 

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